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Der neue Kreisverkehr in Kleinschwarzenlohe

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Der neue Kreisverkehr in Kleinschwarzenlohe

Beitragvon Michael » Di 17. Jun 2014, 13:06

Der neue Kreisverkehr in Kleinschwarzenlohe

BildDer Bau des zukünftige Kreisverkehr in Kleinschwarzenlohe ist in vollem Gange. Was und wer hinter dem Bauprojekt steht, wie sich die Kosten nach Planung verteilen und welche Vor- und Nachteile sich hieraus ergeben, werden wir hier mal in Augenschein nehmen.

Mit einem täglichen Verkehrsaufkommen von durchschnittlich bis zu 16.500 Kraftfahrzeugen und zum Teil erheblichen Staubildungen in den Hauptverkehrszeiten an der Kreuzung mit Ampelschaltung in Richtung Schwabach und Kornburg, stellt der Verkehrsknotenpunkt in Kleinschwarzenlohe seit langem eine erhebliche Belastung für Anwohner und Autofahrer dar. Mit dem Bau des Kreisverkehrs soll sich dieser unangenehme Umstand nun erheblich verbessern.


Wer ist Träger des Projekts?

Auch wenn in den öffentlichen Medien immer wieder fälschlich berichtet wurde, dass es sich beim Bauherrn des Projekts um den Freistaat Bayern handelt, da es sich hier hauptsächlich um einen Knotenpunkt von Staatsstraßen handelt, so ist der Kreisverkehr Kleinschwarzenlohe doch in Wahrheit ein Gemeinschaftsprojekt des Staatlichen Bauamts Nürnberg und des Landkreises Roth. Bauherr ist hierbei der Landkreises Roth, welcher auch den Löwenanteil der Kosten trägt.

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Wie teuer wird uns der Kreisverkehr kommen?

Insgesamt belaufen sich die geplanten Kosten für den Kreisverkehr in Kleinschwarzenlohe auf 2.960.000 €uro, wobei hiervon der Landkreis Roth 1.900.000 €uro, die Marktgemeinde Wendelstein 310.000 €uro und der Freistaat Bayern 750.000 €uro zu tragen hat.

Wie lange wird der Bau dauern?

Die zeitliche Planung des Bauprojekts ist, zum Wohle der Anwohner im Baustellenbereich, der betroffenen Anwohner im Bereich der Umleitungen, sowie der Bussverbindungen und dem öffentlichen Nahverkehr, sehr kurz gehalten. Im Gegensatz zu einer "normalen" Bauzeitplanung von zwei bis drei Jahren, sollen die wesentlichen Arbeiten bereits im Oktober diesen Jahres abgeschlossen werden. Man hat sich also ein großes zeitliches Ziel gesetzt, welches nur schwer einzuhalten sein wird.

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Welche Einschränkungen gibt es in der Bauzeit?

Aktuell betroffen durch die baulichen Maßnahmen sind neben den Anwohnern der Baustelle und den täglich pendelnden Autofahrern, welche nun zum Teil über weitläufige Umleitungen fahren müssen, auch die Bussverbindungen. Hier wurden Ersatzhaltestellen soweit möglich eingerichtet. Ebenfalls kann es in Notfällen auch zu zeitlichen Verzögerungen der Rettungsdienste kommen. Der Rettungszweckverband hat hierauf reagiert und schickt beispielsweise Sanitäter auch von Nürnberg oder Feucht zu Hilfsbedürftigen.

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Hat der Kreisverkehr nur Vorteile?

Auch wenn zukünftig der Kreisverkehr in Kleinschwarzenlohe eine Verbesserung des Verkehrsfluß bringen wird, so entstehen hierdurch auch neue Probleme. Beispielsweise befürchten viele Kleinschwarzenloher, dass zukünftig das Einfahren in die Rangaustraße durch das Wegfallen der Ampelanlage, welche bislang für Schlupflöcher gesorgt hat, nur noch schwer möglich sein wird.

Auch ist mit einer Zunahme des Verkehrsaufkommen, vorallem des LKW-Verkehr, welcher den staugeplagten Engpass an der A6 bereits jetzt über Wendelstein, Klein’lohe und Neuses umfährt, zu rechnen. Der Möglichkeit dieser Entwicklung mit einer Verkehrsberuhigung der Rangaustraße mit Tempo 30 und einer Verkehrsinseln, wurde jedoch eine klare Absage erteilt.

Für Fahrradfahrer wird der Kreisverkehr auf jeden Fall zu einer Behinderung, denn sie müssen zukünftig beim Queren der Straßenäste allen Fahrzeugen Vorrang gewähren. Und dies jeweils für Fahrzeuge, die aus dem Kreisel herausfahren, und für Fahrzeuge, die hineinfahren. Wenigstens wird es In den Straßenästen Verkehrsinseln als Querungshilfen geben.

Wer zukünftig also von Neuses nach Kornburg radelt hat demnach vier Mal „Vorfahrt zu achten“ gegenüber allen Fahrzeugen. Der gestellten Forderung, die Vorfahrt-Achten-Schilder für die Autofahrer einfach zurückzuversetzen und damit Radlern Vorrang zu gewähren, wurde ebenfalls unverständlicher Weise abgelehnt.

Abschließend ist festzustellen, dass der neue Kreisverkehr in Kleinschwarzenlohe aus Sicht des Verkehrsfluß sicherlich viele Vorteile bringen wird. Jedoch stehen dem noch einige Probleme entgegen, welche einer Überarbeitung bedürfen.

Weitere Informationen findet man beim Staatliches Bauamt Nürnberg
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Radarfallen wegen des Kreisverkehr in Kleinschwarzenlohe

Beitragvon Björnchen75 » Di 17. Jun 2014, 18:10

BildToller Beitrag den Du geschrieben hast.

Ein weiterer negativer Aspekt, welcher durch die Umleitungen wegen der Bauarbeiten am Kreisverkehr aktuell besteht, sind die vermehrten Radarfallen an den Umgehungsstraßen. Besonders in den Dörfern in Richtung Schwabach sind diese verstärkt hinter Büschen und Sträuchern zu finden.

Also alle aufpassen und auf die Geschwindigkeitsbegrenzungen achten. Hier gibt es ein paar ganz gemeine 30er Zonen an den Ortsein- und Ortsausgängen, welche zum zügigen Fahren verleiten.
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Re: Der neue Kreisverkehr in Kleinschwarzenlohe

Beitragvon Michael » Mo 14. Jul 2014, 16:25

Hier ein paar Bilder vom aktuellen Baufortschritt des Kreisverkehr in Kleinschwarzenlohe. Derzeit werden alle unterirdischen Kabel und Leitungen, sowie Abwasserrohre verlegt. Auch die Straßenbegrenzungen (Randsteine) sitzen schon am richtigen Platz.
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Re: Der neue Kreisverkehr in Kleinschwarzenlohe

Beitragvon Michael » Sa 2. Aug 2014, 13:29

Es geht zügig voran. Bereits jetzt wurden die ersten Schichten des Starßenbelags aufgetragen. Alles in allem sieht der Baufortschritt sehr gut aus. Hier die aktuellen Bilder:
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Re: Der neue Kreisverkehr in Kleinschwarzenlohe

Beitragvon Michael » Di 2. Sep 2014, 11:46

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Nun ist man eine Woche im Urlaub und schon hat sich einiges getan auf der Kreisverkehrsbaustelle in Kleinschwarzenlohe. Still und heimlich wurde das erste Teilstück eröffnet. Die Durchfahrt von Kleinschwarzenlohe in Richtung Katzwang und Schwabach ist nun über den neuen Kreisverkehr wieder möglich. Lediglich der Seitenarm in Richtung Großschwarzenlohe ist noch gesperrt.

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Auch das Drainagesysteme des neuen Kreisverkehrs, mit Überlaufbecken bei starken Regenfällen, wurde bereits fertiggestellt.

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Für eine erhöte Sicherheit und womöglich auch als optisches Highlight, wurde neben dem normalen Randstein auch eine etwas kostspieligere Variante verwendet. Ebenso darf man sich wohl zukünftig auch an der Beleuchtung des Innenrings des Kreisverkehrs erfreuen. Dort wurden eine Vielzahl von Strahlern angebracht, welche sicherlich einen guten Eindruck hinterlassen. Inwieweit dies kostentechnisch notwendig war wird deren Einsatz hinsichtlich einer höheren Verkehrssicherheit noch zeigen.

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Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden Wochen auch die letzten Arbeiten abgeschlossen werden können und somit der eng gesetzte Zeitplan für die Fertigstellung eingehalten wird. Vielleicht ringt man sich dann auch noch dazu durch, den neuen Kreisverkehr im Hinblick auf die Sicherheit für Fußgänger und Fahrradfahrer mit Zebrastreifen auszustatten. Dies ist jedoch bis jetzt noch nicht der Fall.

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Re: Der neue Kreisverkehr in Kleinschwarzenlohe

Beitragvon Michael » So 2. Nov 2014, 14:24

Pünktlich wie die Maurer und ganz im Zeitplan wurden die wesentlichen Arbeiten am Kreisverkehr in Kleinschwarzenlohe nun abgeschlossen. Bei genauer Betrachtung kann ich für meinen Teil sagen, dass es eine gelungene Bereicherung für Kleinschwarzenlohe und ganz Wendelstein geworden ist.

Im Vergleich zu den bereits bestehenden Kreisverkehranlagen in unserer Marktgemeinde schneidet der neue Kreisverkehr in Kleinschwarzenlohe mit einer glatten Eins ab. Die schlechteste Umsetzung eines Kreisverkehrs in unserer Gemeinde bleibt weiterhin in Wendelstein an der Kreuzung Sperbersloher Straße/Querstraße/Richtweg.
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